AGB's Bootcharter Schaal

1. Buchung
Die folgenden Bedingungen sind Bestandteil des Vertrages, der zwischen dem Vermieter (Sportbootschule Schaal, Inh. Dr. Torsten Sven Schaal) und dem Mieter abgeschlossen wird. Mit der Buchung anerkennt der Mieter diese Bedingungen für sich und seine Mitreisenden.
Der Chartervertrag wird erst gültig, nachdem:
- die Charteranmeldung vom Mieter unterschrieben wurde (für den Mieter verbindlicher Abschluss),
- die Charteranmeldung vom Vermieter bestätigt wurde,
- die Anzahlung in Höhe von mind. 30 % des Mietpreises geleistet wurde.

2. Zahlung
Die Anzahlung in Höhe von 30 % wird sofort nach Erhalt unserer Bestätigung/Rechnung fällig. Die Restsumme der Chartergebühr wird spätestens 40 Tage vor dem festgesetzten Reisedatum fällig. Erfolgt die Buchung später als 40 Tage vor dem Reiseantritt, wird die Gesamtsumme mit der Anmeldung fällig. Der Charterpreis umfasst die Nutzung des Bootes mit Trailer und Ausrüstung. Im Preis nicht enthalten sind Hafen- und andere Gebühren sowie Treibstoff und alle Aufwendungen, die zum ordnungsgemäßen Betrieb und zur Instandhaltung des Bootes während der Charterzeit notwendig sind.

3. Nutzung des Bootes
Der Mieter verpflichtet sich:
- das Boot und die Ausrüstung sorgfältig und nach den Regeln der Seemannschaft zu handhaben
- vor Törnbeginn über die Gegebenheiten des Fahrgebiets eingehend zu informieren, wie z.B. über Strömungen und veränderte Wasserstände bei starken Winden.
- sich über die Schifffahrtsvorschriften und andere einschlägige Regelungen zu informieren und diese einzuhalten.
- die Rettungsmittel nur für Notfälle einzusetzen
- das Boot nicht Dritten zu überlassen, keine Personen-/Warentransporte gegen Entgelt durchzuführen und das Boot nicht weiter zu vermieten
- das Boot nicht mit mehr Personen zu belegen, als auf dem Boot angegeben
- die An- und Abmeldung beim Hafenkapitän wahrzunehmen, vorschriftsmäßig ein- und auszuklarieren
- die gesetzlichen Bestimmungen der Gastländer zu beachten
- keine Wett-/Regattafahrten zu bestreitendas Logbuch ordnungsgemäß zu führen und an Bord zu belassen
- den Außenbordmotor nicht an Land bzw. im getrimmten Zustand laufen zu lassen (wg. Kühlwasser)
- keine Tiere an Bord zu nehmen und an Bord nicht zu rauchen
- bei Schlepphilfe den Bergelohn vor Annahme der Hilfe zu vereinbaren
- das Auslaufverbot ab 7 Bft. zu beachten
- den abgestellten Trailer mit dem Diebstahlschutz zu sichern
- einen Diebstahl des Bootes oder Teilen der Ausrüstung bei den örtlichen Behörden unverzüglich anzuzeigen
- keine Veränderungen an Boot und Ausrüstung vorzunehmen
Bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtungen gegenüber dem Vermieter hat der Mieter für die daraus entstehenden Folgen in vollem Umfang zu haften.

4. Reparaturen, Havarie
a) Der Mieter ist verpflichtet, jeden Schaden oder Verlust sofort nach dessen Eintritt zu melden, spätestens jedoch bei Rückgabe des Bootes.
b) Bei Schäden am Boot durch normale Materialabnützung ist der Mieter/Schiffsführer berechtigt, die Reparatur oder einen Ersatz zu veranlassen, sollte der Betrag nicht mehr als 100€ ausmachen. Der Vermieter ist vorab dennoch zu benachrichtigen. Diese Auslage wird bei der Rückkehr nach Rechnungsvorlage (ausgestellt auf die Sportbootschule Schaal) rückerstattet, sollten die Schäden nicht auf einen Fehler oder eine Fahrlässigkeit des Mieters/Schiffsführers oder dessen Crew zurückzuführen sein. Ausgetauschte Teile sind aufzubewahren.
c) Bei größeren Schäden sowie Havarien, möglicher Verspätung, Verlust, möglicher Manövrierunfähigkeit, Beschlagnahme oder Behinderung des Bootes durch Behörden oder Außenstehende ist der Vermieter unverzüglich zu benachrichtigen. Der Mieter hat alles zu unternehmen, was der Minderung des Schadens und der Folgeschäden (wie Ausfall usw.) dienlich ist sowie in Absprache mit dem Vermieter ggf. Reparaturen in Auftrag zu geben, zu dokumentieren, zu Überwachen und in Vorlage zu treten. Soweit der Mieter für Schäden und o.g. Vorgänge mitverantwortlich ist oder gegen die Vertragsbedingungen verstößt, hat er die Kosten, einen evtl. Gebührenausfall und evtl. weitergehenden direkten oder indirekten Schaden zu ersetzen. Bei Schäden am Boot oder Personen fertigt der Mieter eine Niederschrift darüber an und sorgt für Gegenbestätigung (durch Hafenkapitän, Havariekommissar, usw.).
d) Lässt sich ein Schaden unterwegs nicht beheben und ist eine Rückkehr den Umständen nach vertretbar, so ist der Mieter gehalten, nach Abstimmung mit dem Vermieter vorzeitig zurückzukehren, so dass die Reparatur vor Beginn der Folgecharter am Stützpunkt durchgeführt werden kann. Sind die Schäden vom Vermieter zu vertreten, werden die Chartergebühren für die Ausfallzeit zurückerstattet.
e) Verzögerungen durch Reparaturen, die während der Charterzeit auftreten, werden nicht vergütet.

5. Rücktritt Mieter / Vermieter
a) Kann der Mieter den Charter nicht antreten, so informiert er unverzüglich den Vermieter. Gelingt ein Ersatzcharter, so werden die bis dahin geleisteten Zahlungen nach Abzug einer Bearbeitungsgebühr von 15 % der Charterpreises zurückerstattet. Ansonsten bleibt dem Vermieter der Anspruch auf 30 % (bis 30 Tage vor Charterbeginn) bzw. 70 % (bis 14 Tage vor Charterbeginn) bzw. 100% (ab dem 13. Tag vor Charterbeginn) der Chartergebühr laut Vertrag (es wird der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung empfohlen).
b) Der Vermieter ist verpflichtet, das reservierte Boot für den Zeitraum der Buchung zur Verfügung zu stellen. Dieser Verpflichtung muss der Vermieter nicht nachkommen, wenn besondere Umstände entgegenstehen (z. B. Vorschriften der Sportbootvermietordnung, vorsätzlicher oder grob fahrlässiger unsachgemäßer Umgang mit den Booten, höhere Gewalt).
Kann der Vermieter das Boot oder ein wertmäßig gleiches oder ähnliches Ersatzboot innerhalb von 24 Stunden nicht zur Verfügung stellen, so kann der Mieter vom Vertrag zurücktreten. Zeitanteilige Minderung für die Ausfallzeit wird entsprechend dem Charterpreis erstattet. Anderweitige Ansprüche sind ausgeschlossen.
c) Steht bereits vor Charterantritt fest, dass das gebuchte Boot oder ein geeignetes Ersatzboot nicht termingerecht zur Verfügung stehen wird, ist der Vermieter verpflichtet, den Mieter darüber zu informieren, sobald er davon Kenntnis erlangt. In diesem Fall kann der Mieter bereits vor Charterbeginn vom Vertrag zurücktreten. Bis dahin geleistete Zahlungen des Mieters werden vom Vermieter zurückerstattet.
d) Schäden an der Boot und Ausrüstung, die die Seetüchtigkeit des Bootes nicht beeinträchtigen und die Nutzung des Bootes weiterhin ermöglichen, berechtigen nicht zur Minderung oder zum Rücktritt.

6. Übernahme des Bootes
a) Falls der Mieter zur Übernahme des gemieteten Bootes den Vermieter nicht sofort antrifft, ist der Mieter verpflichtet, diesen unter der ihm vorab genannten Telefonnummer zu benachrichtigen, damit ein Zusammentreffen herbeigeführt werden kann.
b) Der Vermieter verpflichtet sich den Mieter bei Übernahme des Bootes unter gleichzeitiger Kontrolle von Vorhandensein und Funktion aller Ausrüstungsgegenstände an Hand einer Checkliste ausführlich in den Betrieb des Bootes einzuweisen. Die Übernahme des Bootes erfolgt an Hand einer genauen Inventarliste und gilt als abgeschlossen, wenn diese von Mieter unterschrieben, die Chartergebühr vollständig bezahlt und die Kaution hinterlegt ist. Mit Ausnahme verborgener Mängel bestätigt der Mieter mit seiner Unterschrift auf der Checkliste, das Boot in gutem, seetüchtigem Zustand, sauber, voll getankt und vorschriftsmäßig ausgerüstet, übernommen zu haben.

7. Verlängerung, Verspätung, Rückgabe
a) Nach Beendigung der Charter übergibt der Mieter das Boot dem Vermieter zur Überprüfung von Zustand und Vollständigkeit voll getankt und in gereinigtem Zustand (innen und außen) zur festgelegten Zeit am festgelegten Ort.
b) Eine Verlängerung der vereinbarten Charterzeit ist ohne Einwilligung des Vermieters nicht möglich. Witterungsbedingte Schwierigkeiten, Staus beim Rücktransport, u.ä. berühren die Verpflichtung zur pünktlichen Rückgabe nicht.
c) Der Chartervertrag gilt als grundsätzlich verlängert bis zur Rückgabe des Bootes. Jede Verspätung zieht eine Entschädigungszahlung in der Höhe des doppelten Tagestarifes der Chartergebühr zuzüglich Schadensersatz bei Ausfall des Folgecharters nach sich (der Abschluss einer entsprechenden Versicherung wird empfohlen).
d) Das Boot gilt erst dann als ordnungsgemäß übergeben, wenn es vom Vermieter abgenommen und das Rückgabeprotokoll unterzeichnet ist. Verlorengegangene, beschädigte oder nicht mehr funktionstüchtige Ausrüstungsgegenstände sind spätestens bei der Rückgabe anzuzeigen.
e) Ist das Boot bei Rückgabe nicht voll getankt, hat der Mieter die Tankpauschale in Höhe von 25€ zzgl. Spritkosten dafür zu erstatten. Wird das Boot vom Mieter im nicht gereinigtem Zustand übergeben, wird eine Reinigungsgebühr, abhängig vom Aufwand, von bis zu 150€ fällig.
f) Geleistete Kautionen werden bei Schadensfreiheit ohne Abzüge nach Beendigung der Charterzeit zurückbezahlt. Bei Verlusten, Schäden, nicht ordnungsgemäßer Reinigung oder nicht voll getanktem Boot wird die Kaution ganz oder teilweise bis zur endgültigen Kostenverrechnung einbehalten, sofern eine sofortige Abrechnung nicht möglich ist.

8. Haftung des Mieter / Vermieter
a) Bei Verstößen gegen die Vertragspflicht haftet der Mieter dem Vermieter für alle entstehenden Schäden. Wird der Vermieter für Handlungen und Unterlassungen des Mieters von Dritten haftbar gemacht werden, stellt der Mieter den Vermieter von solchen Ansprüchen frei. Treten während der Charterzeit Verluste oder Schäden des Bootes oder der Ausrüstung auf (z. B. durch unsachgemäße Benutzung, Transport – einschließlich Transport durch Dritte - oder mangelhafte Sicherung), so trägt - außer bei natürlichem Verschleiß - der Mieter die Kosten für den Ersatz und Reparatur, soweit sie nicht von der Versicherung erstattet werden, inklusive der evtl. Folgekosten bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Handlungsweise. Bei verspäteter oder nicht vollständiger Schadensmeldung kann der Versicherungsschutz erlöschen und der Mieter wird für den gesamten Schaden verantwortlich. Nicht gemeldete Schäden werden als vorsätzlich angesehen und (auch nachträglich) in Rechnung gestellt.
Versicherungsschutz erlöschen und der Mieter wird für den gesamten Schaden verantwortlich. Nicht gemeldete Schäden werden als vorsätzlich angesehen und (auch nachträglich) in Rechnung gestellt.
b) Der Vermieter haftet nicht für solche Schäden, die aus Ungenauigkeiten, Veränderungen und Fehlern des zur Verfügung gestellten nautischen Hilfsmaterials wie z.B. Seekarten, Handbücher, Kompass, Kartenplotter usw. verursacht werden.
c) Der Vermieter haftet nicht für zeitliche Verzögerungen, die dem Mieter entstehen und auch nicht für die Nichtdurchführbarkeit von Reiseplänen, sei es durch zu spät eingereichte Crewlisten bei den Behörden, durch Maschinenschäden oder sonstige Defekte am Boot, durch Schäden an Wasserwegen oder Brücken, durch Hoch- oder Niedrigwasser, Streik, Treibstoffrationierung oder Mangel oder sonstige Ursachen höherer Gewalt, es sei denn, die Schäden sind auf fahrlässiges Verhalten des Vermieters oder seiner Handlungsbefugten zurück zu führen. In diesem Fall ist die Haftung auf die dreifache Höhe der Chartergebühr begrenzt. Weitere Ansprüche sind ausgeschlossen.
d) Der Vermieter behält sich vor, ohne Vorankündigung in Fahrtgebieten dann Einschränkungen anzuordnen, wenn ungewöhnliche oder gefährliche Umstände dies erfordern. Der Mieter hat in diesen Fällen keinen Anspruch auf Reduzierung des Mietpreises.

9. Versicherung
a)Im Mietpreis sind eine Vollkasko- und eine Haftpflichtversicherung eingeschlossen (Selbstbeteiligung in Höhe der Kaution). Voraussetzung für eine Versicherungsleistung im Schadensfall ist, dass der Schaden nicht durch grobe Fahrlässigkeit verursacht wurde und die Leistungspflicht von der Versicherung anerkannt wird.
b) Im Fall von Havarien, Unfällen oder sonstigen Schäden hat der Mieter unverzüglich den Vermieter zu verständigen und Verhaltensanweisungen abzuwarten. Ohne vorherige Zustimmung des Vermieters darf der Mieter bei einem Unfall weder Schuld noch Haftung gegenüber Dritten anerkennen oder das Boot reparieren lassen oder sonstige Kosten veranlassen. Eine Havarie oder ein Unfall berechtigen nicht zur Minderung des Mietpreises oder zu Schadenersatz, außer es liegt ein auffälliger schwerer Fehler am Boot vor und den Vermieter oder seine Erfüllungsgehilfen trifft ein Verschulden an diesem Fehler.
c) Es besteht weder eine Versicherung für den Mieter selbst oder seine Mitreisenden, noch für von ihm an Bord gebrachte Sachen (der Abschluss einer entsprechenden Versicherung wird empfohlen)

10. Sonstiges
Sollten Klauseln unwirksam sein, soll dies nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen betreffen. Die unwirksame Bestimmung gilt als durch eine solche ersetzt, die dem Sinn und Zweck der unwirksamen Bestimmung in rechtswirksamer Weise wirtschaftlich am nächsten kommt. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages benötigen zu ihrer Wirksamkeit die Schriftform.

11. Datenspeicherung
Gemäß § 28 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) wird darauf hingewiesen, dass die im Rahmen der Geschäftsabwicklung notwendigen Daten mittels einer EDV-Anlage gemäß § 33 (BDSG) verarbeitet und gespeichert werden. Der Kunde ist damit einverstanden, dass die aus der Geschäftsbeziehung mit ihm erhaltenen Daten im Sinne des Datenschutzes nur für die geschäftlichen Zwecke der Sportbootschule Schaal verwendet werden.

12. Erfüllungsort, Gerichtsstand
Soweit der Kunde Unternehmer oder juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögens ist, wird als Erfüllungsort und Gerichtsstand Göppingen vereinbart.

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